I will carry You!

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Palais de Tokyo und öffentlicher Raum in Paris / Die Performance dauert bis zu drei Stunden an und wird drei Tage hintereinander ganztätgig wiederholt / 2017

 

Das Angebot „Ich werde dich tragen“ verlangt zunächst die Offenheit und Bereitschaft der Betrachter. Zu Beginn warte ich, beantworte Fragen, führe Gespräche über irritierende Intimität fremder Personen. Geht der Betrachter auf diese Irritiation ein, folgt der Prozess des Tragens. Die Wege und Orte werden von beiden im Dialog besprochen, das Ziel bleibt offen. Ich trage also diese Person, trage sie soweit ich kann, und bleibe an einer Treppe im öffentlichen Raum stehen.

Hier erzähle ich der getragenen Person, dass nun der zweite Teil der Handlung beginnt: Ich – gehalten vom getragenen, der nun wieder auf festen Beinen steht – lehne mich mit meinem Körpergewicht dem Abgrund der Treppe entgegen. So an die Situation gebunden, ist der zufällige Betrachter frei, einen Dialog mit mir zu führen. So lange er will, ich bleibe. Will der Betrachter den von mir gewählten Ort verlassen, muss er einen uns kreuzenden Passanten überreden, seinen oder ihren Platz einzunehmen. So beginnt eine Art künstlerisches Spiel mit der Konsequenz meines Fallens.